Nach Morgenmesse rettet Feuerwehr Fräulein

Sonntag, 16. September – 2. Pilgertag

Auf zur Morgenmesse

7.30 Uhr Frühstück, dann gehts auf den Boxberg bei Heidelberg nach Lingental. In der Morgensonne glitzern die Sandfelsen links und rechts des Weges wie große Edelsteine. Ich biege nach Süden in einen Feldweg ab und gehe in der hügeligen Landschaft auf den Ort Gauangelloch zu. Dort treffe ich etwas verspätet zur Sonntagsmesse ein. Die Kirche gehört auch zu St. Peter. Nach dem Empfang der Hl. Kommunion und Messe mache ich mich nach Schatthausen und dann nach Zuzenhausen auf, wo ich zu Mittag eintreffe.

1. Fuballbundesliga

Entlang der Eisenbahn gehts bis Hoffenheim. Dort spielte bis zum Sommer der Seekirchner Andreas Ibertsberger in der 1. Fußballbundesliga. Ich schau mir das Stadion an. Heute ist spielfrei und finde eigentlich niemanden, mit dem ich mich über Andreas unterhalten hätte können. Aber ein Bild vom Stadion mache ich!

Fräulein aus brennendem Haus gerettet

Folgend geht`s nach Sinsheim, eine große Kreisstadt! Die Hauptstraße ist abgesperrt. Ein Fest! Die Feuerwehr feiert ihr 150-jähriges Bestehen. In historischen Uniformen zeigen sie eine Brandlöschung aus alter Zeit. Aus dem brennenden Rathaus wird ein Fräulein gerettet und die mutigen Feuerwehrmänner werden mit einem Küsschen belohnt. Ich trinke zur Unterstützung der hiesigen Feuerwehr ein Pils und vergönne mir eine Laugenbreze dazu. Im Gespräch sagt mir der Feuerwehrler, der die Brezen verkauft, dass ich später nach Rohrbach weitergehen soll. Dort gibt es eine gute Pilgerpension. Dort um 17:30 Uhr angelangt, werde ich von der Wirtin einmal durch und durch gemustert. Erst als ich ihr von meinem Pilgerweg erzähle, sagt sie mir ein Bett zu und fragt noch, ob € 27,– mit Übernachtung eh nicht zu teuer sind?

Gefühl der Ruhe, aber auch anstrengend

Der heutige Pilgertag verläuft viel ruhiger, als die zwei Tage zuvor. Der Trubel der großen Städte Worms, Mannheim und Heidelberg liegt hinter mir. Die Landschaft, die schönen Wanderwege und das Gehen vermitteln mir das Bild und das Gefühl der Ruhe. Die Weite der Gegend gibt mir eigene Gedanken ich fühle mich schon in wenig als richtiger Pilger. Nach dem Aufstehen dachte ich mir, wie das wohl wird mit den müden Füßen vom Vortag und dem doch sehr angestrengten Rücken. Bis zum Nachmittag spüre ich fast nichts, was mich sehr überrascht. Gegen Abend hin hängt sich der Rucksack doch wieder schwer an und auch die Füße zeigen an, dass sie sich nach Ruhe sehnen.

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